Adventskalender: Bedeutung und Ursprung

Noch 24 Tage bis Weihnachten…Die Zeit bis zum großen Fest ist für Kinder schwer zu fassen – da kann die Vorfreude schnell in Ungeduld umschlagen. So dachten sich einige findige Eltern ab Mitte des 19. Jahrhunderts allerlei Möglichkeiten aus, um dem Nachwuchs die Zeitspanne bis Heiligabend zu verschönern und verständlicher zu machen. Dabei gingen sie sehr einfallsreich zu Werke: Manche hängten jeden Tag ein Bildchen mit christlichem Motiv ans Fenster, bis dieses am Ende fast gänzlich vollgeklebt war. Einige Eltern malten stattdessen Kreidestriche auf Schranktüren und die Kinder durften jeden Tag einen Strich abwischen. Bei einer weiteren Idee wurde die Weihnachtskrippe eingebunden: Brave Mädchen und Buben durften jeden Tag einen Strohhalm oder eine Feder in die Krippe legen und bereiteten so dem Christkind ein weiches Bettchen. Beliebt waren auch selbst gebastelte Adventsuhren: Je weiter der Zeiger wanderte, umso kürzer war die verbliebene Wartezeit.

Wissenswertes

Verschiedenste Adventskalender

  • Vielerorts werden ganze Gebäude zu Adventskalendern. Am alten Rathaus in Hattingen an der Ruhr wird jeden Tag ein Bild mit märchenhaftem Motiv aufgedeckt.
  • Biblische Verse zierten die Weihnachtsuhr der Evangelischen Buchhandlung Friedrich Trümpler aus Hamburg.
  • Wie lang noch? Nicht jeder Kalender zählte die letzten 24 Tage bis Weihnachten ab. Manche Versionen berücksichtigten die Adventszeit, die zwischen dem 27. November und dem 3. Dezember beginnt. Die erste Variante setzte sich jedoch durch.
  • Die Adventskerze hat eine Skala – mit der abbrennenden Kerze schrumpft auch die Wartezeit.

Erster gedruckter Adventskalender

Anfang des 20. Jahrhunderts kam mit der Weihnachtsuhr der Evangelischen Buchhandlung Friedrich Trümpler die erste gedruckte Variante des Adventskalenders auf den Markt. 1903 zog der Verleger Gerhard Lang nach. Sein Modell „Im Lande des Christkinds“ bestand aus zwei Bogen: Auf einem Blatt waren Zeichnungen abgebildet, die ausgeschnitten und auf die passenden Stellen auf dem anderen Bogen geklebt wurden.

„Im Lande des Christkinds“ war einer der ersten gedruckten Weihnachtskalender. Hier gab es keine Türchen, sondern Bilder, die ausgeschnitten und auf ein nummeriertes Feld geklebt wurden.

Adventskalender mit Türchen

Rund 20 Jahre später kam die heute am weitesten verbreitete Variante mit Fenstern hinzu, hinter denen zunächst weihnachtliche Bildchen und später Schokoladenstückchen zum Vorschein kamen. Ab 1950 konnten die Kalender durch den wirtschaftlichen Aufschwung sehr viel günstiger hergestellt werden und waren fortan für jeden erschwinglich. So wird seither die Wartezeit bis zum großen Fest zelebriert und landauf, landab öffnen Kinder Tag für Tag mit leuchtenden Augen die Türchen, kleinen Säcke oder Päckchen ihres Adventskalenders.

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