Natürliches Erfrischungsgetränk mit großer Wirkung?

In einigen Ländern Osteuropas und in Skandinavien ist es schon seit Langem Tradition, im Frühjahr Birkenstämme anzubohren, um in den Genuss der leicht süßlich schmeckenden Flüssigkeitzu kommen. Manche sprechen dem Birkenwasser positive Wirkungen auf die Gesundheit zu: Es soll bei Gicht und Rheuma helfen, Cholesterin senken und allgemein das körperliche Wohlbefinden stärken. Wissenschaftlich fundiert sind diese Aussagen jedoch nicht. Für andere ist der Birkensaft schlicht ein unverfälschtes, natürliches Erfrischungsgetränk, das zunehmend auch bei uns Anhänger findet.

Birkenwasser selbst zapfen

Wer eine Birke im eigenen Garten hat, kann schon mal eine Kostprobe nehmen. Der Baum sollte mindestens einen Durchmesser von 20 cm haben und die Blattknospen dürfen noch nicht geöffnet sein. Schräg nach oben verlaufend, bohrt man den Stamm etwa 5 cm tief an, schiebt ein Röhrchen in das Loch und befestigt darunter eine kleine Flasche. Anschließend wird die Öffnung im Birkenstamm sorgfältig mit Baumwachs verschlossen. Achten Sie jedoch darauf, nicht zu viel Wasser abzuzapfen – dadurch würde der Baum Schaden nehmen. Die einfachere Variante: beim Frühjahrsschnitt einen Ast abschneiden und das austretende Birkenwasser auffangen.