Frauenmantel und Pfingstrosen

So überreich Frauenmantel in vielen Beeten blüht, so großzügig darf man sich an ihm für einen Strauß bedienen. Zwischen die gelbgrünen Blütenrispen mischen sich Pfingstrosen in kräftigem Pink – ein zauberhafter Kontrast ist kreiert!

Stilleben mit Wiesenblumen

Dieses Arrangement wirkt wunderbar zart. Dazu haben wir je zwei, drei Stängel Frauenmantel wahlweise mit Karthäuser-Nelke, Labkraut, Giersch oder Weißem Leimkraut in kleinen Glasvasen arrangiert. Das grüne Tablett verbindet die einzelnen Sträußchen zu einem Ganzen.

Frauenmantel-Strauß

Das attraktive Laub eignet sich wunderbar als Manschette für Sträuße. Für eine aufgelockerte Wirkung mischt man einige Blütenstiele dazwischen. Eine einzelne rosa Rose, umgeben von Holunderblüten, bildet bei diesem Exemplar die Mitte.

Romantischer Kranz

Dieser Kranz ist schnell gebunden: für außen längere, für innen kürzere Blütenstiele wählen und mit Blumendraht auf einer Unterlage aus Stroh befestigen. Zwischendurch ein paar Wiesen- blumen (z.B. Karthäuser-Nelke, Leimkraut, Labkraut) hinzunehmen. Zum Schluss noch zwei, drei Kron- wicken um den Kranz herumschlingen.

Gruß aus dem Kräutergarten: Kamille, Holunder und Frauenmantel

Die Kombination mit Kamille und Holunder wirkt sehr natürlich. Als Vase dient ein Einmachglas, das wir mit Laub umhüllt haben. Dazu besonders große Blätter überlappend ums Glas legen und mit reichlich Schnur umwickeln. Eventuell die Blätter auf der Rückseite mit einem Klecks „Kleber“ aus Mehl und Wasser versehen.

Frauenmantel-Blätter zum Dekorieren nutzen

Die fast kreisrunden Blätter des Weichen Frauenmantels sind auch ohne Blüten ein Blickfang – wie hier in einem alten Steinzeug-Krug.

Frauenmantel und Bart-Nelken

Gelbgrüne Blütenwolken umspielen rosa- und purpurfarbene Bart-Nelken. Mit einem Zinkeimer als Vase kann dieser Strauß sogar vom Boden abheben – einfach eine Schnur um den Henkel legen und am gewünschten Platz aufhängen.

Zauberhafte Windlichter mit Frauenmantel

Für die Windlichter haben wir Einmachgläser in unterschiedlichen Größen mal mit Blüten, mal mit Blättern des Frauenmantels umwickelt. Breitblättrige Ziergräser, beispielsweise Chinaschilf oder Rutenhirse, ersetzen dabei die Bindeschnur. Damit sich Wachsspritzer und Kerzenreste leichter entfernen lassen, etwas Sand in die Gläser füllen, dann passende Stumpenkerzen einsetzen.

Frauenmantel-Sträußchen

Für die Sträußchen je eine Rose sowie ein bis zwei Blütenstiele des Frauenmantels und etwas Laub in schmale Zinkbecher stellen. Die Stängel der Rosen so weit einkürzen, dass nur die Blüten aus dem Gefäß herausragen.

Gesteck mit Frauenmantel, Kornblumen und Storchschnabel

Dieses Gesteck ist einfach ein Blickfang auf jedem Tisch. So machen Sie es leicht nach:

Schritt 1

Als Behältnisse dienen eine zylindrische Glasvase und eine Schale, in die man die Vase hineinstellt (der Zwischenraum sollte etwa 1 cm betragen). Beides mit Wasser befüllen. Dann Stängel vom Chinaschilf in handbreite Stücke schneiden, die Blätter auf etwa die doppelte Höhe der Vase einkürzen. Die Schilfstücke zwischen die beiden Gläser stecken.

Schritt 2

Beim Arrangieren der Blüten in der Vase beginnt man mit dem Frauenmantel und steckt dann die übrigen dazwischen.

Herz aus Frauenmantel, Nelken und Hortensien

Dieses Herz erfreut nicht nur Geburtstagskinder: aus festem Draht die Grundform biegen und im Wechsel Frauenmantel, Nelken und Hortensien aufbinden.

Wasserspiel mit Frauenmantel und Bibernell-Rosen

Zum Blütenballett vereinen sich gefüllte Bibernell-Rosen und Frauenmantel im wassergefüllten Emaille-Topf.

Unser Tipp

Blüten von Frauenmantel

Die Blüten des Frauenmantels sind auch in trockenem Zustand noch dekorativ. Hierzu sollte man Kränze bzw. Gestecke vor Regen und direkter Sonne geschützt platzieren.

Grüne Schönheit: Wissenswertes über den Frauenmantel

Der Frauenmantel steht selten im Mittelpunkt und doch sollte er in keinem Garten fehlen. Neben seiner außer­ordentlichen Robustheit sind es vor allem die wohlgeformten, wie gefaltet wirkenden Blätter, denen die Staude ihre große Beliebtheit zu verdanken hat: Locker legen sie sich über den Boden und schließen schon bald nach dem Austrieb die Lücken.
Ab Ende Mai erscheinen dann die unzähligen grüngelben Blütchen. So unscheinbar im Einzelnen, so bezaubernd sind die goldenen Wolken, zu denen sie sich auftürmen.

Botanisch gesehen zählt der Frauenmantel zur Familie der Rosengewächse. Rund 1000 Arten sind weltweit bekannt, wovon jedoch nur wenige als Zierpflanzen verwendet werden. In den Gärten trifft man meist auf den Weichen Frauen­mantel. Dieser trägt besonders große, fast kreisrunde Blätter und wird etwa kniehoch. Wie die meisten Arten gedeiht er in der Sonne wie im Halbschatten und stellt keine besonderen Ansprüche an den Boden – nur zu trocken sollte er nicht sein.
Was man beim Pflanzen berücksichtigen sollte, ist die Wüchsigkeit dieser Art. Wo wenig Platz zur Verfügung steht, sind schwachwüchsigere Vertreter wie der Kleine oder der Zierliche Frauenmantel eine gute Alternative.

Über den Garten hinaus wird die Staude seit jeher geschätzt: So sprach man ihr schon in der Antike wundersame Kräfte zu, und auch die Alchemisten des Mittelalters beschäftigten sich ausführlich mit ihr. Diese setzten den Frauenmantel etwa bei Experimenten zur künstlichen Goldgewinnung ein. Die Versuche scheiterten kläglich, verhalfen dem Gewächs jedoch zu seinem botanischen Namen Alchemilla, was so viel bedeutet wie Alchemisten-­Kraut. Zahlreiche deutsche Bezeichnungen wie Himmelswasser, Taurosenkraut oder Wundwurz verweisen auf die mythologische und medizini­sche Bedeutung des Frauenmantels, der bis heute in der Naturheilkunde seinen Platz hat.