Zauberhafte Blumenwiesen

Schon aus der Ferne fällt der Blick auf das bunte Blumenmeer. Beim Herankommen sieht man Schmetterlinge von einer Blüte zur nächsten flattern. Was aussieht wie eine wild-romantische Wiese, wurde erst vor wenigen Wochen ausgesät: ein kunterbuntes Fleckchen mit einjährigen Sommerblumen. Viele Dörfer haben den „schnellen und kostengünstigen“ Blütenschmuck längst für sich entdeckt und säen Jahr für Jahr an den Ortseingängen farbenfrohe Flächen an. Aber auch im Garten kann man mit der Blumenwiese aus der Samentüte schöne Akzente setzen, sei es in Form eines schmalen Streifens entlang des Gartenzauns, einer kleinen Insel inmitten des Rasens oder als Zwischenlösung, um brachliegende Flächen kurzfristig zu verschönern.

Auch Schmetterlinge und Bienen schätzen die bunten Blumenwiesen. Hier labt sich ein Bläuling am Nektar einer Gelben Kosmee (Cosmos sulphureus).

Goldmohn, Sonnen-, Korn- und Ringelblumen, Roter Lein und andere – die Vielfalt an unterschiedlichen Arten zaubert ein farbenfrohes Blütenmeer. Durch den versetzten Blühzeitpunkt erstreckt sich die gesamte Blühphase vom frühen Sommer bis in den Herbst hinein (Foto linke Seite: ‘Rommelsbacher Blumenmischung’, rechts oben: ‘Mössinger Sommer’).

Der richtige Standort & Saatzeit

Voraussetzung für eine reiche Blüte ist ein sonniger Standort und ein offener, locker bearbeiteter, unkrautfreier Boden. Dieser sollte etwa vier Wochen vor der geplanten Aussaat oder bereits im Herbst des Vorjahres vorbereitet werden. Gesät wird ab Mitte April bis Juli.

Passendes Saatgut für Ihre Blumenwiese

Mössinger Sommer’, ‘Schönes Land’, ‘Rommelsbacher Blumenmischung’ oder die von der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau Veitshöchheim entwickelten Mischungen ‘Gelbtöne’, ‘Sommertöne’ und ‘Pastelltöne’ sind nur eine kleine Auswahl an geeignetem Saatgut, das es mittlerweile im Fachhandel gibt. Die enthaltenen Arten und Sorten sind hier aufeinander abgestimmt, zudem erspart man sich den Kauf unnötig vieler Einzeltütchen. Denn die benötigte Menge ist recht gering: Je nach Mischung reichen schon ein bis fünf Gramm Saatgut pro Quadratmeter (die genaue Menge ist auf der Packung angegeben). Bei einer zu dichten Aussaat würden die schnell wachsenden Arten die langsameren unterdrücken, das Ergebnis wäre entsprechend weniger bunt.

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Pflege der angelegten Blumenwiese

Bis zur Keimung vergehen ein bis drei Wochen, in denen die Erde nie austrocknen darf. Vor allem bei einer späten Aussaat muss bisweilen morgens und abends gegossen werden. Nach weiteren vier bis sechs Wochen öffnen sich die ersten Knospen. Die Pflege der Sommerblumen-Wiese beschränkt sich im Wesentlichen auf sparsames Gießen in Trockenperioden. Eine leichte Düngung im Sommer begünstigt einen weiteren Blütenflor. Wer Sommerschönheiten wie Goldmohn, Kosmee oder Kornblume auf dem Balkon oder der Terrasse bewundern möchte, kann selbstverständlich auch in Kästen und Kübel aussäen. Hier wählt man am besten niedrige oder mittelhohe Mischungen, damit die Pflanzen bei Wind und Regen nicht so leicht umkippen.

Blumenwiese anlegen auf dem eigenen Rasen: So geht's

  1. Die Rasenfläche etwa 20 cm tief umgraben, Rasensoden zerstechen. Anschließend den Boden mit der Handhacke lockern. Tipp: Bei runden Beet-Formen einen Gartenschlauch zum Markieren der Fläche verwenden.
  2. Nach zwei Wochen den Boden nochmals flach harken und aufkeimende Unkräuter entfernen. Einige Tage später den Vorgang noch ein weiteres Mal wiederholen.
  3. Zum gleichmäßigeren Verteilen mischt man trockenen Sand, Sägemehl oder Aussaathilfe (z.B. Vermiculite) unter den Samen. Bei manchen Mischungen ist der Hilfsstoff bereits enthalten.
  4. Samen breitwürfig ausstreuen und den Boden mit dem Rücken der Harke oder mit Brettern andrücken.
  5. Anschließend die frisch eingesäte Fläche gießen. Bis zur Keimung den Boden leicht feucht halten. Haben sich die Blumen gut entwickelt, nur noch bei Bedarf wässern

Blumenwiese in Kästen und Töpfen pflanzen

In Kästen und Töpfen erleichtern Saatbänder oder -matten eine gleichmäßige Verteilung der Samenkörner: Kasten mit Blumenerde befüllen, Erde andrücken und etwa 1 cm tiefe Rillen ziehen. Bänder nebeneinander hineinlegen, angießen, mit Erde bedecken und nochmals mit Wasser überbrausen. Vor allem in den ersten Wochen die Erde leicht feucht halten.

Blumenvielfalt auf der Terrasse

  • Wiesen-Romantik: Herrlich „ungebändigt“ wirkt die Mischung aus Mohn, Bechermalve, Weißem Dill, violetten Kosmeen und Goldmohn. Tipp: Blüten erst auskneifen, sobald sie komplett verwelkt sind. Auch wenn sie nicht mehr ganz frisch sind, setzen sie noch Farbakzente und bei „wilden“ Mischungen wie dieser darf man es ruhig ein wenig lockerer angehen…
  • Grüße vom Feld: Die in Weidenkörbe gesäte Mohn-Mischung erinnert an blühende Randstreifen entlang von Getreidefeldern. Die Körbe mit Folie auskleiden, eine Schicht Blähton oder Kies einfüllen, Vlies darüberlegen und mit Erde auffüllen. Samen gleichmäßig ausstreuen, andrücken, gießen