Karfreitag ist der Freitag vor Ostern, der in diesem Jahr auf den 19. April fällt. Bundesweit ist er ein gesetzlicher Feiertag, der auf den Gründonnerstag folgt und das Osterwochenende einläutet. In der christilichen Religion wird an diesem Tag dem Tod Jesus Christus am Kreuz gedacht. Als sogenannter "stiller Freitag" oder "stiller Tag" ist es für viele Gläubige ein Tag des Innenhaltens, der Ruhe und des Gebetes.

Der Karfreitag im Christentum

Der Name Karfreitag leitet sich vom althochdeutschen kara für Klage, Kummer oder Trauer ab und weist auf die Trauer und Wehklage der Christenheit über den Tod Jesu hin. Nachdem er der Gotteslästerung angeklagt war, wurde Jesus ans Kreuz genagelt. Mit dem Tod am Kreuz nimmt er die Sünde und Schuld der Menschheit auf sich und steht mit seinem Leben für die Geduld und Gnade Gottes ein. Durch sein Opfer kommen andere zum Glauben. Das Kreuz steht dabei symbolisch für Mitgefühl und die Hoffnung auf Erlösung – denn: an Ostern, speziell dann am Ostersonntag und Ostermontag, wird schließlich die Auferstehung Christus und damit die Rettung aus dem Tod und somit das ewige Leben gefeiert.

In vielen Kichen bleiben aufgrund des stillen Tages des Gedenkens sowohl die Glocken als auch die Orgeln stumm. Weit verbreitet sind auch Prozessionen, die den Leidensweg Jesu nachempfinden.

Karfreitag: Höhepunkt der Fastenzeit

Karfreitag ist überdies der Höhepunkt der Fastenzeit, die traditionell an Aschermittwoch beginnt. Um die Trauer auszudrücken, verzichten viele Gläubige an diesem Tag auf Fleisch und einige auch auf Alkohol. Das Fasten ist in gewisser Weise auch eine innere Vorbereitung auf das Fest der Auferstehung, dem Ostersonntag.

Als traditionelle Speise hat sich Fisch im Brauchtum etabliert. In vielen Gemeinden gehen Familien nach dem Kirchgang gemeinsam Fischessen oder bereiten diesen selbst zu.


 

Warum gibt es ein Tanzverbot an Karfreitag?

Als stiller Feiertag steht der Karfreitag im Zeichen des Gedenkens und der inneren Einkehr. Die meisten Geschäfte sind geschlossen und in vielen Bundesländern herrscht ein Tanzverbot. Das ist zum Beispiel in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und in Rheinland-Pfalz der Fall. Auch ist bei öffentlichen Veranstaltungen mit Einschränkungen zu rechnen.

Der Karfreitag kann also auch als ein Tag des Innehaltens verstanden werden, auf den an Ostern das Fest der Auferstehung begangen wird – und dazu gehören bei uns im Brauchtum das Eiersuchen, der Besuch des Osterhasen und natürlich das Zusammensein im Kreis der Familie.