Der Frühling ist noch in weiter Ferne und doch zieren bereits Kirschblüten das kleine Bäumchen vorm Haus. Es ist eine Schneekirsche (Prunus subhirtella ‘Autumnalis’), eine Spielart der Higan-Kirsche. In ihrer Heimat Japan wird die frühblühende Zierkirsche schon lange kultiviert, in Europa schmückt sie seit dem 19. Jahrhundert Gärten und Parks. Das Gehölz wächst als kleiner Baum oder Großstrauch und wird bis zu fünf, selten auch bis zu acht Meter hoch. Im Vergleich zu den heimischen Kirsch-Arten ist ihr Wuchs zierlicher, die zarten, dicht verzweigten Triebe hängen bogig über. Auf Früchte muss man bei der Schneekirsche verzichten, dafür erfreut sie uns vom Spätherbst bis ins Frühjahr mit weißen oder zartrosa gefärbten Blüten, und das ohne viel Zutun: Da die Bäume sowohl am jungen als auch am alten Holz blühen, beschränken sich die Schnittmaßnahmen im Wesentlichen auf gelegentliches Auslichten stark verzweigter Triebe im Sommer. Was den Standort angeht, so bevorzugt das Ziergehölz einen warmen, sonnigen Platz mit nährstoffreichem, frischem bis feuchtem, gut durchlässigem Boden – verdichtete Böden werden schlecht vertragen.