Destillen für Blütenwasser nutzen

Mit einer Destille kann man nicht nur Schnaps brennen, sondern auch angenehm duftende Blütenwässer (Hydrolate) selbst herstellen. Sie dienen als Basis für Raum- und Körpersprays, Gesichtswasser, Cremes bzw. zum Aromatisieren von Speisen. Hierzulande sind ausschließlich kleine Destillen bis 0,5 l zugelassen. Das reicht für die gelegentliche Eigenproduktion aber vollkommen aus.

 

So geht's

Die Kräuter – hier einige Gundermann-Stängel – werden grob zerkleinert und kommen in den oberen Teil der Destille. Der Topf darunter wird mit Wasser gefüllt. Nach dem Zusammenbau der Einzelteile stellt man die Destille auf die heiße Herdplatte. Das verdampfende Wasser löst die ätherischen Öle aus den Kräutern und nimmt das Aroma auf.

Unser Tipp

Pflanzenwasser mit Espresso-Kocher

Auch mit einem Espresso-Kocher kann man Pflanzenwässer selbst herstellen. Sie sind aber leider nicht lange haltbar und eigenen sich daher nur für den Sofortgebrauch als Gesichtswasser oder Zutat für eine Maske. Einen Versuch ist es aber durchaus wert, weil das Ergebnis mitunter überraschend gut ist: Füllen Sie anstelle des Espressopulvers Blüten, Blätter und Stängel von Kräutern mit reichlich ätherischen Ölen in den Trichtereinsatz und verwenden Sie gutes, weiches Wasser. Wenn das Ergebnis beim ersten Mal nicht überzeugend ist, wiederholen Sie den Vorgang noch einmal.