Zur närrischen Zeit ziehen sich durch unsere Lande geheimnisvolle Grenzen, die ihren Ursprung auch in Mehl und Eiern haben. Denn in puncto Gebäck haben sich über viele Generationen die unterschiedlichsten Varianten entwickelt. Was in Bayern und Österreich als „Krapfen“ über die Theke geht, wird in Hessen als „Kreppel“, in Norddeutschland als „Berliner“ und in der Hauptstadt selbst als „Pfannkuchen“ verkauft.

Als Höhepunkt der schwäbisch-alemannischen Fastnacht in Ulm gilt der Narrensprung, ein Umzug, bei dem verschiedene Narrenzünfte, Guggenmusiker und andere Gruppen durch die Stadt ziehen. Informationen: www.tourismus.ulm.de

Rottweil ist die Hochburg der schwäbisch-alemannischen Fastnacht. Der Federahannes, eine Teufels-Figur, zeigt seine gebogenen Hauer. Der Gschellnarr trägt Gurte mit großen Glocken um seinen Leib.

Bekannt für die Meenzer Fastnacht, die Fastnacht in Mainz am Rhein, sind die sogenannten "Schwellköpp". Die großen Figuren aus Pappmaché sind aus der Meenzer Straßenfassenacht nicht wegzudenken. Ein Kopf wiegt etwa 25 Kilogramm und muss von den Trägern beim Rosenmontagszug rund vier Stunden auf dem eigenen Kopf getragen werden.

Beim Rosenmontagszug in Köln wird ziemlich viel Material gebraucht: Allein für die Wagen aus dem Jahr 2017 kamen 4000 Meter Dachlatten, 15750 Meter Bindedraht, 2000 Quadratmeter Maschendraht, 320 Quadratmeter Hartfaser-/Span- und Tischlerplatten, 1800 Kilogramm Nägel, Schrauben und andere Kleinteile, 1000 Kilogramm Farbe und 350 Kilogramm Papier zum Einsatz. Dieses Jahr werden in Köln wieder etwa eine Million Zuschauer erwartet.