Was ihr braucht

Ich habe eine ganze Reihe an verschiedenen Materialien verwendet, weil ich den Kranz gerne buschig und vielfältig mag. Ich hatte eine große Auswahl an Tannen-und Eibenzweigen, Ilex, Efeu, Zweigen vom Lebensbaum in unserem Garten, Buchszweige, Koniferenzweige und eine paar Zypressenzweige. Letztere finde ich besonders schön, weil sich das Mintgrün farblich abhebt und die kleinen Nüsse daran so toll aussehen. Außerdem halten sich die Zweige mindestens einen, wenn nicht sogar zwei Monate und nadeln auch kaum – also perfekt für die Weihnachtsdeko. Bis auf die Zypresse habe ich alle Zweige selbst im Garten oder Wald gesammelt, die Zypresse habe ich mir in der Gärtnerei besorgt. Außerdem braucht ihr festen Garten-Draht, eine Gartenschere, einen Kranzrohling aus Stroh, vier Kerzenstecker, vier Kerzen und eine Goldkette oder ein Geschenkband zum Verzieren.

Die Zweige vorbereiten

Wenn Ihr Euch alles zurechtgelegt habt, dann fangt ihr an, die Zweige auf etwa 5-10 Zentimeter zu kürzen. Je länger die Zweige sind, desto buschiger und dicker wird der Kranz. Ich habe meine Zweige anfangs zu lang gelassen und musste dann nochmal nachschneiden. Beim Efeu immer 2-3 Blätter an einem Stiel lassen und nicht alle Blätter einzeln abschneiden. So hält es viel besser. Alle Zweige sollten in etwa die gleiche Länge haben. Am besten nur die jungen Zweige nehmen, da bei den älteren der Ast schon zu dick ist und man ihn dann nicht so schön binden kann.

Wenn ihr alles zurechtgeschnitten habt, legt ihr euch die Zweige nach Sorten geordnet auf den Tisch. So behaltet ihr den Überblick. Wie viel Material ihr benötigt, ist immer abhängig davon, wie groß euer Kranz ist und wie buschig ihr ihn haben wollt. Mengenangaben zu machen ist also schwierig. Auf jeden Fall kann man von Tannenzweigen nie genug haben. Denn am Ende ist immer irgendwo eine freie Stelle, in die noch ein kleiner Zweig passt.

Jetzt kann’s losgehen

Ihr nehmt den Anfang eures Drahtes und steckt ihn in den Kranz. Dann wickelt ihr den Draht einmal um den Rohling. So hält der Draht und flutscht euch nicht immer wieder weg. 

Jetzt könnt Ihr eure ersten Zweige nehmen und mit dem Draht an den Kranz binden. Fangt nun am besten mit einem Tannenzweig an und legt euch einen kleinen Strauß zurecht. In den könnt ihr auch schon Efeu oder etwas anderes mit einbinden.

Ab jetzt legt ihr einfach immer wieder nach unten Zweige und Blätter dazu und ordnet die Reihe wie eine Art Schuppenmuster an – die neue Schicht also immer zur Hälfte über die alte, damit keine Lücken entstehen. Wechselt euch ruhig mit den Zweigen ab. Ich habe mich schon ein bisschen daran orientiert wie ich die Kerzen aufstecken möchte. Es wäre nämlich schade, wenn man Efeu und Ilex durch die Kerzenständer verdecken würde. Vorsicht, falls ihr auch Ilex verwendet, die sind sehr spitz!

 

Am Ende wird es noch einmal knifflig: Man muss schauen, dass der Draht nicht zu sehen ist, aber der ganze Kranz bedeckt ist. Notfalls noch kleine Äste dazwischen stecken, das habe ich auch gemacht. Und schon ist der Kranz fertig gebunden.

Der letzte Schliff

Jetzt fehlt noch der letzte Schliff. Ich finde den Kranz auch ohne viel Deko total schön, denn ich mag es, wenn die unterschiedlichen Grüntöne zu sehen sind. Die Kerzen und ein bisschen Gold und Glitzer dürfen aber trotzdem nicht fehlen – es ist schließlich Weihnachten. Zuerst habe ich die vier Kerzenständer in den Kranz gesteckt. Den goldenen Draht mit den Sternen habe ich dann einmal um den Kranz gewickelt. Zum Schluss noch die vier Kerzen draufstecken und fertig ist der Adventskranz.

Unser Tipp

So lange dauert es

Für die gesamte Gestaltung und das Binden eures Kranzes solltet ihr etwa drei bis vier Stunden einplanen. Am längsten dauert es, die ganzen Äste zuzuschneiden und zu ordnen. Das Binden geht dann relativ schnell, wobei mein großer Kranz schon viel Zeit in Anspruch genommen hat. Aber mit ein oder zwei Tassen Glühwein ist es eine richtig tolle Gelegenheit, um sich auf Weihnachten einzustimmen.