Bitterstoffe

Bitterstoffe sind für unsere Gesundheit von enormer Bedeutung. Sie regen die Produktion der Verdauungssäfte an, die für die Aufnahme und Verwertung der Nährstoffe ausschlaggebend sind. Sie unterstützen die Entgiftungsfunktion der leber und dämpfen den Appetit auf Süßes. Wer auf den Schokoriegel oder das süße Dessert nach dem Essen verzichtet und statt dessen als Vorspeise gekochte Artischocken, einen Endivien- oder Radicchio-Salat genießt, wird gleich doppelt belohnt: Bitterstoffe neutralisieren überschüssige Säuren, sie helfen bei der Fettverbrennung und damit beim Abnehmen.

Gesunde Milchsäure

Milchsauer vergorene Speisen wie Sauerkraut oder vergorene Gemüsesäfte gewinnen durch die Milchsäurebakterien nicht nur an Geschmack, sie werden auch bekömmlicher. Außerdem begünstigen sie den Aufbau einer gesunden Darmflora. Besonders nach der Einnahme von Antibiotika hat sich der Verzehr von 100–150 g Sauerkraut oder einer gleichwertigen Menge Gemüsesaft bis zum Abklingen der Beschwerden bewährt. Milchsäurebakterien sind die natürlichen Gegenspieler der Kolibakterien, sie produzieren Verdauungsenzyme und schränken die Aktivität von Fäulnisbakterien ein. Darüber hinaus stabilisiert die Milchsäure den Vitamin-C-Gehalt der Gemüse und verbessert deren Haltbarkeit.

Extra-Tipp: Meerrettich-Sirup

Zutaten:

½ Meerrettich-Wurzel, ½ Glas flüssiger Bienenhonig, 1 Glas mit verschließbarem Deckel.

Zubereitung:

Meerrettich waschen, trocknen und fein reiben. Den geriebenen Meerrettich in das Glas füllen und so viel Honig dazugeben, dass der Inhalt großzügig bedeckt ist. Das Glas verschließen und über Nacht stehen lassen.

Anwendung: Vorbeugend zur Stärkung der Abwehrkräfte oder zur Linderung von Husten, Bronchitis und Nebenhöhlenentzündungen täglich 2–3 EL einnehmen. Wegen seiner antibiotischen Wirkstoffe, die Erkältungen schneller abklingen lassen, wird Meerrettich auch als „Penicillin aus dem Garten“ bezeichnet. Meerrettich-Sirup ist nicht geeignet für Kinder unter 6 Jahren und Erwachsene mit Nieren-, Darm- und Magenproblemen.