Neulich bin ich mit einem Stapel alter Flanell-Hemden beerbt worden – genau das Richtige, um sich daraus eine kuschelige Tagesdecke zu nähen! Ohne ein konkretes Bild vor Augen zu haben, legte ich sofort los: Ich trennte erst einmal die Ärmel ab, schnitt die Nähte weg und überlegte, wie ich „am meisten Stoff rausholen“ könnte. Erst dachte ich ja an ein Mosaik-Muster aus gleich großen Quadraten. Aus Gründen der Bequemlichkeit habe ich stattdessen nur die Breite festgelegt und die unterschiedlich langen Stoffstücke zu Bahnen zusammengenäht. Insgesamt besteht die Vorderseite der Decke aus sieben Bahnen.

Die Breite der einzelnen Bahnen richtet sich nach der Breite der fertigen Decke. Bei mir sind es 19 cm (zzgl. 1,5 cm Nahtzugabe auf jeder Seite). Was die Länge angeht, ist es praktisch, die Bahnen etwas länger anzufertigen als die fertige Decke. Dann hat man beim Zusammennähen noch etwas Spielraum. Idealerweise sind die Bahnen nämlich so angeordnet, dass keine „Kreuzfugen“ entstehen, also nie vier Stoffstücke an einer Stelle zusammentreffen.

Für die Rückseite haben die Hemden nicht mehr gereicht. Hier habe ich einen dünnen einfarbigen Webstoff verwendet. Dann ging’s schnell: Vorder- und Rückseite links auf links zusammensteppen (eine der kurzen Seiten offen lassen), Fütterung (leichte Synthetik-Bettdecke) rein und die offene Seite zunähen. Damit das „Innenleben“ nicht verrutscht, habe ich in breiten Abständen mehrere kurze Nähte gesetzt – immer direkt über einer Naht, damit man sie nicht sieht.