Kreatives aus Gärtnervlies und Jute

Blumige Einladung: Primel-Blüten vorsichtig abzupfen, zwischen Zeitungspapier legen und kurz mit dem Finger andrücken, damit die Blüten gut trocknen. Dann das Zeitungspapier mindestens vier Tage lang zwischen dicken Büchern pressen. Zwischendurch ein- bis zweimal das feuchte Zeitungspapier auswechseln, eine Pinzette hilft beim Abnehmen der Blüten. Dann werden die Blüten zusammen mit kleinen getrockneten Efeublättern auf Tonkarton-Karten oder Vlies-Umschläge geklebt. Über einen Stapel selbst gemachter Briefumschläge aus naturfarbenem Abdeckvlies freuen sich nicht nur Hobby-Gärtner. Mit farbigen Jutebändern und papierummanteltem Bindedraht kann man sie anschließend verzieren, beispielsweise indem man aus dem Gewebe Blüten ausschneidet und aufklebt. Passende Karten aus Tonkarton (selbst gebastelt oder gekauft) sehen hübsch aus, wenn man einen Streifen Jute aufklebt und geformten Papierdraht oder getrocknete Blüten, hier von der Fetthenne, einfädelt

Karten aus alten Büchern

Schöne Motive finden sich häufig in alten Gärtnerbüchern oder Pflanzensortenverzeichnissen, die man auf Bücherbasaren finden kann. Wir haben den Deutschen Obstsorten-Atlas gewählt und die Seiten farbkopiert. Aus ihnen lassen sich nicht nur Briefumschläge fertigen, sondern auch einfache Grußkarten im gewünschten Maß ausschneiden. In diesem Fall empfiehlt es sich, die rechte Innenseite der Karte mit Tonkarton zu verstärken, dann lässt sie sich besser beschriften. Je nach Format der Kopie entstehen hochoder querformatige Karten. Früchte oder andere Pflanzenteile eignen sich manchmal auch zum Ausschneiden. Dafür sollten sie möglichst vollständig abgebildet sein. Verwenden Sie eine kleine Nagelschere, denn für die Zwischenräume braucht es ein wenig Fingerspitzengefühl

Unser Tipp

Bildmotive für Briefumschläge

Bildmotive für Briefumschläge lassen sich leicht finden: Kataloge, alte Bildbände oder ausgelesene Zeitschriften mit ganzseitigen Fotos kann man dazu verwenden. Gartenkalender bieten oft nicht nur herrliche Pflanzenmotive, sondern sind durch ihre Übergröße auch sehr ergiebig. Es lohnt sich übrigens auch, dekoratives Geschenkpapier aufzubewahren und zu Briefpapier zu verarbeiten. Knickstellen, die durch das Verpacken entstehen, fallen nicht mehr auf, wenn man das Papier zu einem Ball zusammenknüllt und anschließend so glatt wie möglich streicht, bevor man die Schablone auflegt.

So entsteht ein Briefumschlag

Handgeschriebene Post besitzt einen ganz besonderen Charme: Solch einen Brief möchte man gerne vor der Tür finden! So fertigen Sie die Briefumschläge an: Die Umschlags-Schablone auf das gewünschte Motivblatt im Hochformat legen. Wer die Adresse direkt auf den Umschlag schreiben möchte, sollte Motive mit hellen Stellen wählen. Man rückt die Schablone so zurecht, dass ein möglichst schöner Ausschnitt des Motivs später die Umschlags-Vorderseite ziert. Die Schablone nun mit einem Stift in unauffälligem Farbton nachfahren. Mit der Schere den Briefumschlag ausschneiden. Die Seitenränder werden nach innen gefaltet. Je nach Dicke des Papiers kräftig mit dem Finger nachfahren – das gilt besonders für die Umschläge aus dem weicheren Gärtnervlies. Ein sogenanntes Falzbein (Bastelbedarf) hilft dabei. Unteren Umschlag nun an die Seitenränder kleben. Aus Packpapier schneidet man zum Schluss Etiketten aus, klebt sie auf und verziert sie je nach Wunsch.