Die großen Walnussbäume, die dem Biergarten Schatten spenden, hat der Großvater von Anne Lee-Bolhöfer vor 80 Jahren gepflanzt: „Weil er die Nüsse gern gegessen hat“, meint die Gastgeberin im Hofgarten am Kloster Möllenbeck bei Rinteln. Dass die Bäume mal einen Biergarten beschatten, hätte sich der Landwirt damals nicht träumen lassen. Denn für den Umbau seiner Schmiede und des Pferdestalls in ein Café und den Ausbau des Heubodens zum Hotel sorgte erst seine Enkelin zusammen mit ihrem Mann Anthony Lee. „Neben der Landwirtschaft hatten wir Lust auf ein zweites Standbein“, erklärt die Gastgeberin, die sich nach wie vor um ihre 170-Hektar-Domäne kümmert. Das ist der Name für ein Staatsgut, inzwischen konnte die Familie dem Land Niedersachen die Hofstelle aber abkaufen. Die Gäste unter den Walnussbäumen lassen sich die hausgemachten Flammkuchen, Torten und Kuchen schmecken. Zum Beispiel um die Tomaten für die herzhaften Spezialitäten und die Salate kümmert sich Arnd Bolhöfer, der Vater von Anne, der sie eigenhändig auf dem Hof anpflanzt und erntet. Seine Tochter nennt ihn liebevoll den „Tomatenpapst“. Für die Köstlichkeiten aus der Backstube ist die junge Hof-Konditorin Julia Rein zuständig, an einem Sommerwochenende, wenn so richtig was los ist auf dem Hofgut, zaubert sie bis zu 50 Torten. Einen großen Teil ihres Könnens verdankt sie ihrer Großmutter, die ebenfalls eine leidenschaftliche Bäckerin war. Direkt neben dem Hof erhebt sich das mehr als 1100 Jahre alte Kloster Möllenbeck und verstärkt abermals das wohlige Gefühl, sich hier an einem ganz besonderen Ort zu befinden.

Gastfreundicher Familienbetrieb: Anne Lee-Bolhöfer und ihr Mann Anthony Lee zusammen mit ihren drei Kindern.

Die Stachelbeer-Torte ist nur eine Köstlichkeit aus der Backstube von Hofkonditorin Julia Rein.

Das gilt auch für die Nacht im Hotel. Dafür hat die Familie den alten Heuboden über dem Pferdestall umgebaut. Anne Lee-Bolhöfer kann sich noch gut daran erinnern, wie sie dort früher mit ihren drei Schwestern herumtobte. Eine der Schwestern brachte sie vor wenigen Jahren dann mit der Innenarchitektin Stephanie Thatenhorst zusammen, die daraufhin das Hotel gestaltete. Mit ihrer charakteristischen Farb- und Formensprache hat sie den elf Zimmern des Hofgutes eine eigene Handschrift verliehen, die das rund 120 Jahre alte Gebäude mit modernem Design vereint. Besonders deutlich wird das an den alten Dachbalken, die nun komplett sichtbar sind. Im Erdgeschoss befindet sich der ebenfalls von der Innenarchitektin eingerichtete Frühstücksraum, im Sommer lockt es die Gäste aber unweigerlich vor die Tür: unter die alte Eiche am Hofweiher, wo ebenfalls Tische und Stühle stehen. Was für ein malerisches Plätzchen, um einen neuen Tag zu beginnen!

Das moderne Design fügt sich harmonisch in die rund 120 Jahre alte Bausubstanz des Gebäudes ein. An seine Geschichte erinnern die freiliegenden Dachbalken.

Reichlich Luft nach oben: Die elf Hotelzimmer hat die Familie im ehemaligen Heuboden des Hofes eingebaut.

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Hinter den großen blauen Torflügeln befand sich früher die Hofschmiede, wo unter anderem die Landmaschinen repariert wurden. Heute ist dort der Gastraum untergebracht. Im Freien davor: der Biergarten.

Ein Schreiner aus dem Ort hat die Tische für den Gastraum in der einstigen Schmiede angefertigt – sie sehen nicht nur gut aus, sondern sind auch absolut unverwüstlich.

Im Schatten der alten Walnussbäume erwartet die Gäste, nicht wenige von ihnen sind mit dem Fahrrad da, eine köstliche Brotzeit.

Pferdestall: Diese lange Tafel steht im ehemaligen Pferdestall, der ebenfalls zum Gastraum umgebaut wurde. Er wird auch gerne für Feste und Gesellschaften gebucht. Vor dem Hotel: Direkt vor dem Hotel erhebt sich am Hofweiher eine alte Eiche. Auf den Tischen davor wird im Sommer ebenfalls fürs Frühstück gedeckt (Aufnahme von Anfang März dieses Jahres).

Mit einem sicheren Gespür für Formen, Farben und Details hat die Innenarchitektin Stephanie Thatenhorst die einzelnen Hotelzimmer gestaltet.

Im Frühstücksraum des Hotels beginnt der Tag sehr gemütlich.

Klein aber fein empfängt das hübsche Hotel seine Gäste im Schatten des mehr als 1100 Jahre alten Klosters (hinten links).