Kräuteröle, Tees und Kräuter-Wein für den Genuss

Ob Salate, Suppen, Aufläufe oder aber Tees und Öle – mit diesen Rezepten holen Sie sich den Kräutergarten auf den Tisch.

Kräuter richtig trocknen

Zu den ältesten Methoden, Heil- und Würzkräuter haltbar zu machen, zählt das Trocknen. Im Grunde kann man dabei nicht viel falsch machen, sofern man einige Dinge beachtet. Dazu zählt zunächst der Erntezeitpunkt: Die höchste Konzentration an ätherischen Ölen haben die meisten Duftkräuter zu Beginn der Blüte. oft ist auch eine zweite und dritte Ernte möglich, das heißt, man kann die ganze Saison über frische Kräuter ernten. Allerdings nie bei Regen oder praller Sonne. Besser ist ein trockener, leicht bewölkter Tag.

 

Kräuter zügig trocknen

Der zweite, wichtige Punkt ist die rasche Trocknung: Wer über einen warmen, luftigen und dunklen Raum verfügt, ähnlich wie die früheren Speicher, kann sich glücklich schätzen. Zu kleinen Sträußen gebunden, trocknen die Kräuter innerhalb von zehn Tagen. Je kürzer die Trocknungszeit, desto weniger Aromen und sonstige Wirkstoffe gehen verloren. Besonders dann, wenn die getrockneten Kräuter nicht zerkleinert werden, denn durch jede Bruchstelle gehen ätherische Öle verloren. Entweder streift man die einzelnen Blätter vorsichtig von den Stängeln und bewahrt sie in verschließbaren Dosen auf oder lagert die Trockensträußchen in geschlossenen Kartons.

Kräuter im Backofen trocknen

Kleinere Mengen kann man auch im Backofen trocknen. Das geht am schnellsten, wenn man nur die Blätter und nicht die ganzen Stängel verwendet. Sie werden gleichmäßig auf einem mit Backpapier belegten Backblech verteilt und bei 50 °C getrocknet. Die ofentür bleibt dabei einen Spalt offen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.

Sonderfall: Blüten trocknen

Eine besonders schonende Behandlung erfordern die zarten Blüten von Malven, Rosen, Ringelblumen und Königskerzen. Dazu spannt man ein Leintuch über einen Wäscheständer und legt die Blüten so aus, dass sie sich nicht berühren. Je wärmer und trockener der Raum ist, desto schneller und erfolgreicher verläuft die Trocknung. Anschließend bewahrt man die Blüten in Teedosen oder Teetüten aus Papier auf.

Kräuter natürlich konservieren

Trocknen, Dörrren, Räuchern, Pökeln – während für unsere Vorfahren eine kluge Vorratshaltung überlebenswichtig war, stellt sich für uns allenfalls die Frage: Wollen wir die Kräuter für den Wintervorrat trocknen, oder mit Hilfe von Essig, Öl, Honig, Salz, Zucker oder Alkohol haltbar machen? Völlig unkompliziert ist die Konservierung mit Essig. Er verhindert die Bakterienbildung der eingelegten Zutaten und behält lange Zeit sein Aroma. Für Würzessige verwendet man hauptsächlich frische Kräuter. Um eine spätere Schlierenbildung zu vermeiden, nimmt man für Würz-Öle dagegen getrocknete Kräuter. nach der Reifezeit von 3 Wochen entfernt man alle Zutaten und filtert das Öl. Um zufriedenstellende Ergebnisse zu erzielen, ist eine saubere Vorbereitung wichtig, außerdem müssen alle Kräuter und Gewürze in den Flaschen vollkommen von Essig bzw. Öl bedeckt sein.Alkohol ist in zweifacher Hinsicht vorteilhaft: Er löst viele Wirkstoffe aus den Kräutern und konserviert sie in Form von Likör, Tinktur, Wein oder Sekt.

Konservieren mit Honig

Honig hat ebenfalls eine keimtötende Wirkung und kann für das Einlegen von Heilkräutern wie Thymian, Spitzwegerich, Salbei oder Lavendel verwendet werden. Nach 3 bis 4 Monatem Reifezeit filtert man ihn durch ein Sieb und entfernt die Kräuter.

Konservieren mit Salz

Eine lange Tradition als Konservierungsmittel hat Salz. Es bindet das Wasser in den frischen Kräutern und entzieht damit unerwünschten Mikroorganismen die Lebensgrundlage. Ab einer Konzentration von 10 % hat Salz eine ausreichend konservierende Wirkung und ist daher ideal für Kräutersalzmischungen.

Zucker als Konservierungsmittel

Auch Zucker entzieht Bakterien und Pilzen Wasser, jedoch nur in entsprechender Menge. Für die Herstellung von Kräuter-Sirup gilt als Faustregel: mindestens 650 g Zucker auf 1 l Wasser.

Konservierungsmittel Alkohol

Alkohol ist in zweifacher Hinsicht von Vorteil: Er löst viele Wirkstoffe aus den Kräutern und konserviert sie in Form von Likör, Tinktur, Wein oder Sekt.

Selbstgemachte Öle, Potpourris und Gesichtswasser mit Kräutern

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Rezepte mit Kräutern

Ob Honig, Tees oder Gewürzmischungen – mit diesen Rezepten holen Sie sich den Kräutergarten auf den Tisch.