Doch wie sieht diese Pflanze eigentlich aus? Manche werden ihn wahrscheinlich ausschließlich aus dem Glas kennen – doch die bis zu 1,5 Meter hohe mehrjährige Staude mit ihren großen schlanken Blättern und den weißen Blüten macht auch im eigenen Gemüsegarten eine gute Figur. Wer Meerrettich einmal frisch gerieben genossen hat weiß, warum sich der Anbau der scharfen Knolle auf alle Fälle lohnt. Auf unseren Teller kommt die Wurzel, die man auch auf dem Wochenmark oder in gut sortierten Supermärkten findet. Diese wird frisch gerieben und mit Salz, Zucker, Zitronensaft und etwas Öl abgeschmeckt, so hält sich der Meerrettich ein paar Tage im Kühlschrank. Neben seinem attraktiv, scharfen Geschmack hat der Meerrettich jedoch noch weitaus mehr zu bieten: Durch seine antibakterielle Wirkung und dem hohen Gehalt an Vitaminen ist die Knolle eine wahre Wunderwaffe für unser Immunsystem.

Wie wirkt der Meerrettich im Körper?

Die Wurzel des Meerrettichs enthält wichtige Inhaltsstoffe wie Flavonoide, Mineralstoffe (Kalium, Kalzium, Magnesium, Eisen) und zahlreiche Vitamine. Bemerkenswert ist, dass in ihm fast doppelt so viel Vitamin C wie in einer Zitrone steckt. Außerdem sollen die im Meerrettich enthaltenen Senföle verhindern, dass sich Bakterien und Viren in unserem Körper ausbreiten und vermehren.

Wie wird er angebaut?

Der Meerrettich bevorzugt einen sonnigen, warmen Standort mit tiefgründigem, feuchtem Boden. Er wird im Frühjahr in die Erde eingebracht und kann ab Oktober geerntet werden. Da er sehr wüchsig ist und sich gerne im Garten ausbreitet, ist es ratsam eine entsprechende Wurzelsperre (wie beim Bambus) einzubauen. Empfehlen können wir Ihnen deshalb auch die Anpflanzung im Kübel. (siehe Extratipp)

Wie wird der Meerrettich geerntet?

Er kann ab Oktober bei Abwelken des Laubes geerntet werden. Jetzt gräbt man die Wurzel vorsichtig aus, trennt die Seitenteile ab und säubert die Hauptwurzel zur Verarbeitung. Die Seitentriebe könnt Sie über den Winter in Sandkisten lagern und im darauf folgenden Frühjahr wieder in die Erde einbringen.

Extratipp:

So gelingt der Anbau im Kübel

Als Substrat werden Kompost, Sand und Gartenerde zu gleichen Teilen vermischt und in einen großen Kübel (Mindesttiefe 30 cm) gefüllt. Die zu pflanzende Meerrettichwurzel sollte mindestens 25 cm lang und 1 cm dick sein. Sie wird dann schräg in die Erde gesteckt, sodass das obere Ende noch ca. 3 cm herausragt. Achten Sie darauf, dass der Kübel immer feucht gehalten wird, sich jedoch auf keinen Fall Staunässe bildet. Im Juni wird die Wurzel vorsichtig freigelegt und alle Seitentriebe und Haarwurzeln gründlich entfernt. Dann die Hauptwurzel wieder richtig einpflanzen. Dieser Schritt ist sehr wichtig, damit die Knolle genug Kraft hat, um sich bis in den Herbst hinein gut zu entwickeln. Ab Oktober, wenn die Blätter zu welken beginnen, kann es dann mit der Ernte losgehen.