Handgeschöpftes Papier: Ideen und Projekte

Gerahmt wirken die Blütenbilder noch wertvoller – ob mit Passepartout-Einfassung oder ganz schlicht, sodass man die typischen unregelmäßigen Kanten des Papiers sehen kann. Es gibt endlos viele Möglichkeiten, selbst geschöpftes Papier zu veredeln. Getrocknete Blütenblätter sind sicher am beliebtesten, aber auch mit Tee oder Gewürzen erzielt man tolle Effekte.

Dekoanhänger aus selbst geschöpftem Papier

Tees sind immer ein tolles Geschenk – besonders, wenn sie so liebevoll eingepackt sind. Der Clou: Das selbst geschöpfte Papier wurde mit den Blütenblättern von Korn- und Ringelblume verziert, die auch im Tee enthalten sind. Außerdem schmückt ein Herz mit Rosenblüten das Ensemble.

Einzigartiges Geschenkpapier

Dieses Geschenkpapier ist ein echtes Unikat. Als komplette Verpackung oder schmale Banderole macht es kleine Aufmerksamkeiten zu etwas ganz Besonderem. Das größere Päckchen wird zudem von einem Schmetterling und einer Blume geschmückt. Das Papier entsprechend zuschneiden (die Vorlagen finden Sie nach der Anleitung für die Wanddeko) und mit zwei Löchern versehen, durch die das Band gefädelt wird.

Frühlingshafte Wanddeko aus handgeschöpftem Papier

Ein kleines Rendezvous haben diese beiden Vögelchen (Die Vorlage finden Sie nach der nächsten Anleitung). Als Ast dient ein Schaschlikspieß, an den eine Paketschnur gebunden wird. Mit einem Cutter eine Lasche als Halterung einschneiden.

Eine hübsche Girlande entsteht, wenn man Schmuckstücke in verschiedenen Formen (siehe Vorlage) und Farben auf eine Schnur fädelt. Dazu mit dem Cutter je zwei kurze Schnitte ins Motiv machen.

Unser Tipp

Vorlage

Die Vorlage für die Vögel, den Schmetterling und die Blume finden Sie hier auf Seite 2 & 3.

Bunte Lesezeichen selber machen

Als Lesezeichen eignen sich besonders dickere Blätter des selbst geschöpften Papiers. Diese als Rechteck zuschneiden, lochen und ein Bändchen durchfädeln. Für eine rustikalere Optik kann man die Streifen auch vorsichtig reißen – so werden die Kanten schön unregelmäßig.

Tischdeko für den Frühling

Diese Papierblumen haben eine besonders lange Blühsaison. Dazu die Motive zuschneiden (siehe Vorlage). Mit der Scherenspitze ein Loch in die Mitte drücken und eine Öffnung ausschneiden, an der die Blümchen aufgehängt werden.

Kreative Deko-Elemente

Poesie hält man seit jeher auf Papier fest – doch hier fällt ihr eine ganz neue Rolle zu als schmückendes Element. In dem mit Kalkfarbe lasierten Holzrahmen wird die bekannte Gedichtzeile von Eduard Mörike zum Hingucker und netten Mitbringsel.

Schöne Karten aus selbst geschöpftem Papier

Karten aus selbst geschöpftem Papier sind etwas ganz Besonderes, denn jedes Exemplar ist so einzigartig wie die Person, der man sie schickt. Außerdem sehen diese Grüße nicht nur toll aus: Mit Lavendel, Kamillenblüten oder gar Gewürzen verziert, verströmen sie auch einen wundervollen Duft und erfreuen gleich doppelt

Papierschöpfen: Material

Zum Papierschöpfen brauchen Sie Folgendes:

  • Weißes Toilettenpapier (damit wird das Ergebnis reinweiß)
  • Zeitungspapier (für eine gräuliche Färbung) oder bunte Servietten (das Papier wird farbig)
  • Eimer zum Ansetzen der Pulpe
  • Pürierstab & Schöpfrahmen
  • Mehrere Putztücher & ein altes Frotteetuch
  • Wasserdichte Unterlage (z.B. Folie oder Wachstuch)
  • Nudelholz & Kochlöffel
  • Wanne (muss ein bisschen größer sein als der Schöpfrahmen)
  • Wäscheleine bzw. Wäscheständer und Klammern zum Aufhängen

Außerdem:

  • Blütentees, getrocknete Rosenblüten, Lavendel, (getrocknete) Blätter, ggf. Farben (Wasser-, Aquarell-, Gouachefarbe) zum Verzieren und Färben

Papierschöpfen-Anleitung: Pulpe herstellen

Pulpe herstellen: Toilettenpapier (Zeitungen oder Servietten) in kleine Stücke reißen und mit heißem Wasser vermischen, sodass eine breiige Konsistenz entsteht. Über Nacht quellen lassen. Dann die Masse mit einem Pürierstab oder im Mixer zerkleinern – die Pulpe hat nun die Konsistenz von einem Rührteig. Für den nächsten Schritt brauchen Sie einen Schöpfrahmen, den Sie auch ganz einfach selbst bauen können. Dazu benötigen Sie einen alten Bilderrahmen aus Holz, Fliegengitter/Tüll/Wäschebeutel für Feinwäsche und einen Tacker (alternativ: kleine Nägel).

Papierschöpfrahmen selber bauen

Schöpfrahmen bauen: zunächst das Glas und dessen Halterungen vom Bilderrahmen entfernen. Fliegengitter, Tüll oder Wäschebeutel zuschneiden. Dazu am besten den Rahmen auf das Gewebe legen und dieses mit mindestens 3 cm Zugabe an jeder Seite zuschneiden. Stoff spannen und an den Kanten des Rahmens festtackern oder mit kleinen Nägeln befestigen. Das Gewebe eventuell einmal einschlagen, so lässt es sich straff spannen, ohne einzureißen.

Papier schöpfen

Papier schöpfen: die Wanne bis zur Hälfte mit Wasser füllen und etwas von der Pulpe hinzugeben. Je mehr Pulpe, desto dicker wird das Papier. Umrühren und sogleich den Schöpfrahmen schräg ins Wasser tauchen, waagerecht ausrichten und vorsichtig wieder aus der Flüssigkeit heben. Rund fünf Minuten abtropfen lassen.

Schöne Ideen zum Verzieren

Verzieren: Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, selbst geschöpftes Papier zu veredeln. Ist die Masse im Schöpfrahmen grob abgetropft, können Sie beispielsweise getrocknete Blütenblätter darüberstreuen. Auch Tees oder Gewürze können hier zum Einsatz kommen – so wird das fertige Werk auch noch herrlich duften. Sogar Blätter, zum Beispiel von feinen Farnen, machen sich toll auf der unregelmäßigen Oberfläche.

Geschöpftes Papier einfärben

Einfärben: Mit Aquarell- oder Wasserfarben kann man dem Papier eine schöne Marmoroptik verleihen. Achtung: Soll das ganze Blatt durchgehend eingefärbt sein, muss man die Farbe (z.B. Gouachefarbe) bereits zur Pulpe geben.

Papier "gautschen"

Gautschen: Legen Sie die Arbeitsfläche nun mit einer wasserdichten Unterlage aus. Darüber kommt ein Frotteetuch. Dann ein Putztuch auf den Papierbrei im Schöpfrahmen legen. Den Rahmen nun auf die vorbereitete Arbeitsfläche kippen und leicht daraufklopfen, damit sich der Brei löst. Rahmen zur Seite stellen. Ein weiteres Putztuch auf den Papierbrei legen, sodass er zwischen zwei Tüchern liegt. Mit einem Nudelholz wird nun das Wasser aus dem Brei gerollt – diesen Arbeitsschritt nennt man „Gautschen“. Das obere Putztuch sollte dabei immer wieder ausgewrungen oder durch ein trockenes Tuch ersetzt werden. So lange gautschen, bis das Papier fast trocken ist.

Geschöpftes Papier trocknen

Trocknen: Papier nun auf einer Wäscheleine aufhängen, das untere Putztuch bleibt zunächst noch daran haften. Alternativ kann man es auch liegend auf einem Wäscheständer trocknen.

Das Ergebnis: Mit Blüten und Farben verziertes Papier

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Getrocknete Kamillen- und Hortensienblüten oder Rosenblätter sorgen für Seiten mit einer tollen Struktur. Auch die verschiedenen Farbvarianten haben ihren Charme

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