Diese Materialien brauchen Sie: Holzscheiben (Durchmesser 4–8 cm) z. B. aus Birke, die mit ihrer hellen Rinde besonders schön wirkt. Wichtig: Das Holz muss gut durchgetrocknet sein, sonst bekommt es Risse. Eventuell vom Brennholzlager holen. Paketschnur, Schaschlik-spieße, Pfefferkörner, Holzleim, rote Acrylfarbe, Wachsmalstifte, Stoffreste. Außerdem: Säge und Bohrer.

Zuerst sägt Franz aus einem Birkenast ca. 2,5 cm dicke Scheiben zu. Zuvor wurde der Ast von einem erfahrenen Handwerker angesägt, sodass sich der Nachwuchs-Bastler an der Kerbe orientieren kann.

Wählen Sie drei Scheiben in unterschiedlichen Größen aus. Wer eine glatte Oberfläche möchte, bearbeitet diese mit Sandpapier. Mit einem Holzbohrer (6 mm) macht Franz das Loch für das Juteband. Dazu werden die Scheiben mit der Schraubklemme auf dem Tisch fixiert und längs durchbohrt. Silas kontrolliert mithilfe eines langen Holzstabes, ob Franz den Bohrer gerade hält. Auch bei dieser Arbeit sollte immer ein Erwachsener dabei sein.

Damit sich die Schnur später besser durchfädeln lässt, hat Silas den Locheingang mit einem Ausreiber etwas vergrößert.

Nun können die Scheiben aufgefädelt werden. Dazu brauchen Sie ein ca. 50 Zentimeter langes Stück Schnur. Ein Ende verknoten; eventuell machen Sie ein kurzes Stück vom Schaschlikspieß daran fest – so rutscht sicher nichts durch. Beginnen Sie mit der größten Scheibe. Die Schnur 2 cm darüber ein weiteres Mal verknoten und die mittlere Holzscheibe auffädeln. Ebenso mit der kleinsten Scheibe verfahren. Das obere Ende zu einer Schlinge verknoten.

Der Rohling sieht schon ein bisschen wie ein Schneemann aus. Nun machen sich Franz und Silas ans Verzieren.

Als Nächstes bekommt der Schneemann seine Nase. Dazu brauchen Sie die Spitze eines Schaschlikspießes und einen Holzbohrer (3 mm). Ganz wichtig: Die Scheibe muss gut fixiert bzw. festgehalten werden – hier sollte ein Erwachsener helfen. Auch darf das Loch nicht zu tief gebohrt werden (max. 1 Zentimeter), da der Bohrer sich sonst mit dem Seil verheddern könnte. Alternativ lässt sich das Loch für die Nase bohren, bevor man die Schnur durchfädelt. Damit der Spieß besser in die Öffnung passt, kann man ihn vorher mit Sandpapier etwas anschleifen. Mithilfe einer Zange wird die bemalte Spitze möglichst tief in die Öffnung gesteckt.

Damit Augen und Knöpfe aus Pfefferkörnern besser halten, bohrt Silas mit dem Holzbohrer (5 bis 6 mm) kleine Vertiefungen. Die Stellen hat er vorher mit einem Bleistift markiert.

In die Vertiefung tupft Silas etwas Holzleim und legt danach die Pfefferkörner hinein. Den Leim lässt er gut trocknen.

Einen Mund bekommt unser Schneemann- Gesicht mithilfe eines Wachsmalstifts. Silas gibt ihm ein breites Lächeln.

Um Arme aus dünnen Zweigen zu befestigen, ist noch einmal der Griff zur Bohrmaschine nötig. Je nach Zweigstärke werden in der mittleren Scheibe an beiden Seiten zwei Löcher gebohrt. Auch hier gilt: Die Holzscheibe gut festhalten und nicht zu tief bohren, damit sich Bohrer und Seil nicht in die Quere kommen.

Fertig ist der kleine Holz-Schneemann. Silas hat sein Exemplar noch mit einem Schal aus einem Stoffrest versehen. So ist er gut gerüstet und schmückt nun den heimischen Garten. An einem Ast befestigt tanzt das Holzmännchen zum Takt des launigen Januarwinds.

Eine andere Variante des holzigen Schneemanns wird nicht aufgehängt, sondern kann ins Beet oder in die Erde des Blumenkastens gesteckt wer den. Dazu werden die Scheiben nicht durch-, sondern nur von beiden Seiten angebohrt. Die Scheibe, die später als Kopf dient, muss nur von einer Seite angebohrt werden. Ein Schaschlikspieß dient statt der Paketschnur als Verbindung und wird auf die entsprechende Länge gekürzt. Noch stabiler wird das Ganze, wenn man etwas Holzleim in die Löcher füllt.