Spiele mit Steinen für Kinder: Kostenloser Spaß

Getestet und für gut befunden – so vielseitig können Steine sein. Wir haben die besten Outdoor-Spiele mit Steinen ausprobiert und festgestellt: die machen richtig Laune. Hier unsere acht besten Ideen: 

Steine hüpfen lassen

Mit dem richtigen Dreh und viel Schwung hüpfen flache Steine mehrmals übers Wasser, bevor sie versinken. Bei diesem Wurf waren es immerhin vier Sätze!

Unser Tipp

Aufmerksam sein

Bitte immer genau hinschauen, damit sich niemand in Wurfrichtung befindet.

Steinmännchen

Kleine Kunstwerke, wie diese beiden Steinmännchen, säumen das Ufer. Durch das Kombinieren verschiedener Steinformen und durch geduldiges Ausprobieren wachsen sie immer weiter in die Höhe.

Steine-Alphabet selber machen

In Reih und Glied liegt das bunte Abc bereit. Ziel ist es, möglichst viele Wörter und Namen daraus zu bilden.

Fußabdrücke aus Steinen formen

Für die Fußstapfen, die aussehen, als stammten sie von kleinen Trollen, jeweils fünf Kiesel als Zehen an einen größeren Stein in Form einer Sohle reihen.

Stein-Schnecke bauen

Eine Schnecke kommt zustande, indem man längliche Steine spiralförmig aneinanderlegt und sie dabei der Größe nach sortiert.

Stein-Tiere bemalen

Ein paar Striche erwecken die Steine zum Leben. Hier entsteht zum Beispiel gerade ein Vögelchen, dessen Schnabel und Beine auf ein Stück Treibholz gemalt wurden.

Stein-Raupe machen

Eine Raupe mit lustigem Gesicht und vielen kurzen Beinchen hat sich scheinbar auf diesem Baumstamm niedergelassen.

"Drei Gewinnt" aus Steinen

Das Spielbrett für Drei-Gewinnt mit Kreidestrichen in neun Felder unterteilen. Ist keine Schreibkreide zur Hand, verwendet man für die Striche einfach einen Stein. Abwechselnd setzen die Kinder dann schwarze und weiße Spielsteine auf die Fläche. Wer als Erstes drei gleichfarbige aneinanderreihen kann, hat gewonnen.

Kleines Stein-Lexikon

Na klar – Steine gibt es wie Sand am Meer. Doch warum eigentlich. Woher kommen Steine, welche Unterschiede gibt es und wie bekommen sie ihre schönen Rundungen? Mehr dazu in unserer kurzen Stein-Geschichte.

Steine und Gesteine: Kurze Geschichte

Rauschend fließt das Wasser vorbei und bringt das ganze Flussbett zum Glucksen und Gluckern. Mit ein wenig Vorstellungkraft klingt es beinahe so, als würden sich die Steine darin unterhalten. Und tatsächlich hätten sie viel zu erzählen, denn fast jeder Stein – ob vom Ostsee-Strand oder aus der Donau – ist vor mehreren Tausend oder gar Millionen Jahren entstanden und somit ein uralter Zeuge der Erdgeschichte. Was der Volksmund als Steine oder Kiesel bezeichnet, nennt der Fachmann Gesteine. Diese unterscheidet man in Gerölle und Geschiebe. Letztere wurden von Gletschern zur Eiszeit über viele Hunderte oder Tausende Kilometer weit mitgetragen oder geschoben und dabei geformt. Von Norden her gelangten sie zum Beispiel in südliche Richtung bis etwa zur Mitte Deutschlands. Viele Exemplare, die man an unseren Meeresstränden findet, stammen daher ursprünglich aus Norwegen oder Finnland. Die Gerölle hingegen stammen aus den Gebirgen Mitteleuropas und wurden über die Flüsse ins flachere Land befördert. Ihr Vorkommen häuft sich daher zum Beispiel im Alpenvorland.

 

Unterteilung der Gesteine nach Entstehung

Eine weitere Unterteilung in drei große Gruppen richtet sich nach den verschiedenen Entstehungsprozessen der Gesteine: Magmatite bilden sich zum einen aus flüssigem Magma, das im Erdinneren langsam abkühlt und allmählich zu festem Material erstarrt (Plutonit). Zum anderen gehen sie aus Lava hervor, die sich an der Erdoberfläche wesentlich schneller verfestigt (Vulkanit). Unter Metamorphiten versteht man Gesteine, die durch tektonische Bewegungen von der Oberfläche tiefer in die Erdkruste gelangen, wo steigender Druck und zunehmende Temperaturen ihre Zusammensetzung verändern. Teilweise schmilzt das Material vollständig, mischt sich neu und härtet später wieder aus. Für die dritte Gruppe, das Sedimentgestein, sind Verwitterung, Ablagerung und Druck entscheidend: Wasser, Wind und stark schwankende Temperaturen bearbeiten Felsbrocken über lange Zeiträume, transportieren und zerkleinern das Geröll, bis es sich in Form von Kies, Sand und Ton ansammelt. Durch die Anhäufung bilden sich immer mehr Sedimentschichten, die unter dem enormen Eigengewicht verdichtet werden. Vor 100 Millionen Jahren formte der am Meeresgrund herrschende Druck aus Muscheln und anderen kalkhaltigen Lebewesen ebenfalls Sedimentgestein, sogenanntes Karbonatgestein. Dieses macht heute einen Großteil der Alpen aus, weshalb man dort zuhauf Fossilien von Meeresbewohnern finden kann, die bei der Auffaltung des Gebirges angehoben wurden. Die Entstehung ist ein andauernder Kreislauf und ein langwieriger Prozess, der sich über Jahrmillionen hinziehen kann. Die lange Reise sowie die unterschiedlichen Vorgänge dabei erklären die ungeheure Vielfalt der Gesteine und ihre Faszination auf die Geologen. Doch auch für Laien lohnt es sich, genauer hinzuschauen oder zu lauschen – vielleicht schon beim nächsten Spaziergang am Fluss.