Stoffe färben: Das brauchen Sie

Zum Gestalten von Farbmustern benötigen wir weißen Baumwollstoff (Kopfkissenbezug, Schal, Tasche), Textilfarbe (Marabu Easy Color in verschiedenen Farben), Eimer, Salz, Holzstab, Gummihandschuhe, Essigessenz, Schere, Kordel, Holzbrettchen, Kunststoffröhre (Baumarkt), Nadel, Faden, Bienenwachsgranulat, Konservendose, Sand, Löffel, Pinsel, Kerze, Küchentücher oder Zeitungspapier, Bügeleisen.

Grundlagen Färben von Hand

Für das Färben von Hand den vorgewaschenen Stoff je nach gewünschter Strukturierung mit einer Kordel abbinden, falten, mit Nähten versehen oder mit Wachs gestalten. Für das Färbebad das Farbpulver (Packungsanleitung beachten) in einen Eimer mit heißem Wasser hineinrieseln lassen, eventuell Salz ergänzen und gut umrühren. Den Stoff vorher im Wasser nass machen, dann für ca. 20 Min. in den Farbeimer legen, dabei immer wieder mit einem Stab umrühren, damit der Farbverlauf gleichmäßig wird. Das Gefärbte so lange mit Handschuhen in Wasser auswaschen, bis es klar bleibt. Dann in kaltem Essigwasser fixieren. Zum Trocknen aufhängen. Die Verschnürungen vorsichtig mit einer Schere lösen.

Stoffe färben – drei einfache Techniken

Für den Kissenbezug in Dunkelblau und Bordeauxrot das Wäschestück „dippen“ statt abbinden. Zuerst die eine Seite des Stoffes 25 cm tief für 20 Min. ins dunkelblaue Farbbad tauchen. Nur diesen Teil auswaschen und trocknen. Nun die andere Seite für 20 Min. ins Bordeauxrot tunken und gut ausspülen. Dann erst den Bezug im Essigwasser fixieren.

Für die Streifen-Optik die beiden schmalen Stoffseiten der Länge zusammenfassen und von beiden Seiten ca. 20 cm vom Rand mit einer Kordel eine 4 cm Breite sehr fest umwickeln, damit keine Farbe unter die Fäden kommt. Anfangs- und Endfaden gut verknoten. Dann ins dunkelblaue Färbebad tauchen.

Für das Karomuster die Kissenhülle ziehharmonikaartig falten, diesen Stoffstreifen erneut in gleicher Weise knicken, sodass am Ende ein gebündeltes Päckchen entsteht. Beim Zusammenklappen am besten jede Kante bügeln. Je akkurater die Lagen aufeinanderliegen, umso exakter wird später das Muster. Das Bündel zwischen zwei Holzbrettchen geben (siehe Step-Bilder), die ringsum ca. 1,5–2 cm größer sind. Mit einer Schnur um wickeln, dabei die Hälften so fest wie möglich zusammenpressen: Je straffer das Päckchen geschnürt wird, umso heller bleibt der Innenteil der Karos. Den Packen dann ins dunkelblaue Färbebad geben und immer wieder umdrehen und bewegen.

Mit Hilfe von zwei Holzplatten entsteht das Karomuster.

Mit Wachs batiken

Für die Tischdecke das Muster mit Bleistift auf den Stoff vorzeichnen. Eine leere Konservendose mit Sand beschweren und einen gebogenen Löffel hineinstecken. Darauf die Wachspastillen geben und über einer Kerze erwärmen. Das flüssige Bienenwachs auf den Untergrund aufpinseln. Die zu reservierenden Stellen gut damit abdecken und erkalten lassen. Da das Wachs bei zu hohen Temperaturen schnell schmilzt, sollte das dunkelblaue Farbbad etwas abgekühlt sein, bevor die angefeuchtete Tischdecke hineingegeben wird. Nach dem Färben, Fixieren und Trocknen das Wachs aus dem Stoff bügeln. Küchentücher- oder Zeitungspapier dazwischenlegen.

Ringmuster auf Kissenbezug

Für das Ringmuster auf dem Kissenbezug die gewünschten Positionen der Kreise mit dem Bleistift anzeichnen. Kleine und große Murmeln in die Markierungen einschließen, den Stoff ringsum straffen und knapp unter der Wulst mit der Schnur abbinden. 1–2 cm breit fest umwickeln und die Schnur verknoten. Wer mag, kann den Kissenrand noch mit Wachsbatik verzieren. Den feuchten Bezug ins bordeauxrote Färbebad geben und gemäß der Anleitung zum Handfärben vorgehen.

Unser Tipp

Färbe-Techniken für viele Stoffe

Sowohl auf Kopfkissen-Bezügen als auch auf Baumwollschals lassen sich die verschiedenen Färbe-Techniken anwenden.

Gemusterte Stoff-Taschen

Diese gemusterten Stoff-Taschen sind ein Hingucker und ein nettes Geschenk. Wir haben hier zwei verschiedene Techniken angewendet: Smoken und das Umwickeln mit einer Kordel.

Smoken

Der Kreis auf der Tasche (rechts im Bild) wird mittels Smoken erzeugt. Dafür wird die vorgesehene Fläche mit Vorstichen ausgefüllt und zusammengerafft.

Mit einem Bleistift einen Kreis auf den Baumwollstoff zeichnen. Doppelt genommenes Knopflochgarn durch eine Stopfnadel fädeln und an einem Ende einen Knoten festziehen. Von der einen Kreisseite aus mit unterschiedlich langen Stichen (Vorstiche) eine Linie sticken und am Ende zwei lange Fäden stehen lassen.

Die Fläche bis zur Bleistift-Begrenzung mit weiteren Linien besticken, bis sie ganz ausgefüllt ist. Ein interessantes Muster entsteht, wenn sich die Stiche der einzelnen Linien leicht versetzt nebeneinander befinden.

Ist der Kreis ausgefüllt, nun an jeweils zwei abstehenden Fäden ziehen, den Stoff zusammenraffen und die Fäden miteinander verknoten.

So fortfahren, bis das Gestickte gerafft und alle Fäden verknotet sind. Die Tasche feucht machen, für 20 Min. ins dunkelblaue Farbbad geben und fortfahren wie beim Handfärben beschrieben. Die Stiche auftrennen. Das Muster abschließend bügeln.

Streifenmuster

Für die Streifen auf der Tasche (links im Bild) den Stoff um das Kunststoffrohr legen und mit einer Kordel fest umwickeln.