Nährstoffe im Ei

„Das weiß ein jeder, wer’s auch sei, gesund und stärkend ist das Ei“– das stellte Wilhelm Busch bereits vor über 100 Jahren fest. Recht hat er, denn das Ei hat es in sich: Neben durchschnittlich neun Gramm Eiweiß, elf Gramm Fett und Spuren von Kohlenhydraten stecken auch alle wichtigen Mineralstoffe und Vitamine darin, mit Ausnahme von Vitamin C. 

So gesund sind Eier

Warum gibt es weiße und braune Eier?

Eier mit brauner Schale stammen meist von Hühnern mit einer roten Ohrscheibe. Ist sie hingegen hell, legen sie überwiegend weiße Eier. Hennen legen auch ohne Hahn Eier – manche Rassen bis zu 260 Stück pro Jahr, einzelne Tiere sogar über 300. Etwas über einen Tag braucht eine Henne, um ein Ei zu produzieren und zu legen.

Zu welch großem Dank sind wir dem Federvieh verpflichtet, denn es leistet einen wichtigen kulinarischen Beitrag, um unsere Küche so abwechslungsreich und vielfältig zu gestalten: Eier binden Suppen und Soßen, halten Mehl und Semmelbrösel am Schnitzel fest, lockern Hefeteig und glasieren unseren Hasen im Ostermenü.

Dieses Huhn legt überwiegend braune Eier

Eier kochen ganz ohne Platzen

Auch ganz schlicht als weich oder hart gekochte Variante zum Frühstück sind sie ein echter Genuss! Übrigens ist ein Anpicken vor dem Kochen nicht nötig, denn so oder so platzt etwa jedes zehnte Ei. Allerdings kann Salz oder ein Spritzer Essig im Kochwasser helfen, beim Platzen das Auslaufen durch eine schnellere Gerinnung zu verhindern.

Eier abschrecken - oder lieber doch nicht?

Auch das „Abschrecken“ mit kaltem Wasser zum besseren Pellen ist ein Irrglaube. Es dient nur dazu, dass man das Ei, weil nicht mehr ganz heiß, beim Schälen besser anfassen kann. Die Schälbarkeit jedoch hängt vom Alter ab: Je älter das Ei ist, desto leichter löst sich seine Schale. Das Abschrecken schadet sogar der Haltbarkeit der Eier. Durch das Kochen wird die äußere, zarte Schutzschicht zerstört. Darin befinden sich über 10 000 Poren, durch die nicht nur Luft, sondern auch Geruchsstoffe und beim kalten Abspülen Wasser zusammen mit anderen unerwünschten Stoffen hineingelangen können. Möchte man bunt gefärbte Eier mehrere Wochen aufbewahren, sollten sie also besser nicht abgeschreckt werden.

Eier kochen: So gelingt das perfekte Ei

Welche Kochzeit braucht ein hartes Ei? Möchte man mehrere Eier zubereiten, sollten sie gleichzeitig ins kochende Wasser gegeben werden. Sobald das Wasser aufwallt, beginnt die Garzeit (hart: 10 Min., wachsweich: 6–7 Min., weich: 4–5 Min.). Sie ist allerdings nur ein Richtwert, da sie zum einen vom Ort des Kochens abhängt – je höher über dem Meeresspiegel, desto länger dauert es –, zum anderen auch von der Temperatur der Eier, bevor diese ins Kochwasser kommen.

Die Eieruhr ist auch heute noch ein beliebtes Küchenutensil
 

Hart gekochtes Ei

Ist das Ei gekocht oder roh?

Wenn man nicht mehr weiß, ob ein Ei gekocht ist, dreht man es einfach auf dem Tisch. Dreht es sich rund und richtet sich vielleicht sogar auf, ist es gekocht. Sollte es jedoch im rohen Zustand sein oder ist bereits älter, macht es seinem Namen alle Ehre und eiert herum.

Das bedeutet der Code auf dem Ei

Die Kennzeichnung auf dem Ei gibt Auskunft über Haltungsform und Herkunft: Die erste Ziffer verrät, wie die Hennen gehalten werden. Die 0 steht für eine ökologische Erzeugung, die 1 für Freiland-, die 2 für Boden- und die 3 für Käfighaltung. Dann folgt ein Länderkürzel – DE steht beispielsweise für Eier aus Deutschland. Mit der dann folgenden Nummer kann die Herkunft des Eies bis zurück in den Stall verfolgt werden.

Der Eier-Test: Ist das Ei noch gut?

Der Schwimm-Test verrät das Alter: Sinkt ein Ei in einem Wasserglas zu Boden, ist es frisch. Die Luftkammer an der dicken Unterseite des Eies ist noch sehr klein, mit dem Alter wird sie immer größer. Steht das Ei im Wasser, ist es schon älter. Schwimmt es ganz oben, ist es wahrscheinlich nicht mehr gut.

Eier-Test: Dieses Ei ist noch frisch