Pflanzgefäße mit Holz-Ummantelung

Ein uriger Mantel aus Holz, der einem Fass ähnelt, wirkt herrlich rustikal – und schafft es ganz nebenbei, unansehnlich gewordene Gefäße zu verstecken.

So geht's: Schritt für Schritt

Dieses Material benötigen Sie (für einen Topf mit 86 cm Umfang und 22 cm Höhe): Rechteckleisten (2,40 m lang, 10 x 57 mm), ca. 2 Meter Rollladen-Gurtband, Tacker. Die Holzleisten lässt man sich am besten im Baumarkt zusägen – mit einem Zentimeter Zugabe zur Gefäßhöhe, damit der Topfrand später unsichtbar bleibt. Unser Gefäß benötigte 15 Leistenstücke à 23 cm Höhe. Diese nach Belieben mit dunkelbrauner Holzlasur streichen. Die Hölzer dicht an dicht nebeneinanderlegen. Zwei Stücke Gurtband abschneiden. Die Bänder unten und oben auf die Hölzer legen – sie sollten zu beiden Seiten jeweils 5 cm überstehen (s. Foto) – und jeweils mit 2–3 Klammern an jeder Leiste festtackern. Kurz vor dem Ende die Verkleidung dem Topf anpassen, um die Verschluss-Stelle zu prüfen. Eventuell ergibt sich hier am Ende ein kleiner Zwischenraum, in dem man nur die Gurtbänder sieht. Diese Lücke dreht man nach dem Aufstellen nach hinten. Zum Schluss die Gurtband-Enden übereinanderlegen und mit dem Tacker zusammenfügen, dazu den Topf wieder herausnehmen. Biegsamen Draht, der zwei eiserne Fassreifen imitieren soll, um die Verkleidung legen und verknoten. Für die Hülle aus Zweigen (im Foto 1 hinten) haben wir eine Winterschutz-Matte zerschnitten und ihre Drahtenden miteinander verbunden.

Tontöpfe mit verspielter Malerei

An Bauernmalerei erinnert die hübsche Blütenzeichnung, die wir mit spezieller Farbe in Blau und Braun frei Hand aufgetragen haben – angelehnt an ein Motiv der „Schwälmer Weißstickerei“. Pflanzen mit vielen kleinen oder filigranen Blüten steht ein farbiger Topfrand oft besser.

Nettes Geschenk

Zum liebevollen Mitbringsel, das im Inneren Kleinigkeiten verbirgt, werden die Töpfe, indem man ihnen den passenden Unterteller als Deckel aufsetzt. Mit Kokosstrick und blauem Filzband verschnüren und eine Blüte in den Knoten stecken.

Tontopf mit Tortenspitze verzieren

Eine verspielte Optik lässt sich mit Tortenspitze erzielen. Dafür bestreicht man die glänzende Oberseite des Papiers mit wetterfester weißer Farbe – möglichst so, dass die kleinen Zwischenräume ausgespart werden. Die Spitze auf den Topf legen, kurz und kräftig andrücken und wieder abziehen. Es sieht auch schön aus, nur einen Halbkreis auf den Topf zu  drucken. Arbeiten Sie rasch, da die Spitze schnell durchweicht und sich dann nicht mehr gut löst.

Das richtige Material zum Verzieren

Kleine Borstenpinsel eignen sich gut für diese Technik. Für Gefäße, die anschließend Wind und Wetter ausgesetzt sein werden, empfiehlt sich spezielle Outdoor-Farbe (z. B. von  Rayher). Wird mit normaler Allesfarbe gearbeitet, müssen die Gefäße anschließend komplett mit Klarlack überzogen werden.

Tontöpfe mit Naturjoghurt gestalten

Vielseitiger Naturjoghurt: Streicht man ihn mit einem breiten, weichen Pinsel großzügig auf einen Tontopf und lässt diesen einige Tage lang an einem regengeschützten Platz trocknen, entsteht eine wunderschöne, wenn auch nicht wetterfeste „Antik-Patina“. Die Wischtechnik lässt das Terrakotta durchscheinen, und an Stellen mit dickerem Auftrag bilden sich kleine Risse, die wie abplatzende Farbe wirken. Diese Idee eignet sich auch hervorragend für Töpfe mit hartnäckigen, unschönen Verschmutzungen.

Töpfe mit Steinchen aufhübschen

Kleine Steinchen haben auf den Töpfen ihren großen Auftritt: Für den Kiesel-Topfrand starken Klebstoff (z. B. Kraftkleber von Uhu) flächig auftragen und sofort kleine Kiesel aufstreuen. Nach kurzer Antrockenzeit die Kiesel mit der flachen Hand andrücken, so rücken die Steinchen an die richtige Stelle. Falls kleine Lücken entstehen, diese mit einzelnen Kieseln  auffüllen.
 

Unser Tipp

So gestaltet man richtig

Arbeiten Sie sich immer in 5-Zentimeter-Abschnitten voran, da der Kleber rasch fest wird. Für die Blumen haben wir große und kleine Kiesel kombiniert. Die Blütenblätter des Topfs rechts im Bild „zeichnet“ man jeweils mit Klebstoff vor und klebt einzelne Steinchen mit möglichst glatten Flächen auf. Planen Sie je Motiv eine kurze Trockenzeit ein, bevor Sie weiterarbeiten – und legen Sie das Gefäß dazu auf den Boden –, damit vor allem größere Kiesel auf der gewölbten Topffläche nicht verrutschen.

Große Tontöpfe als Hingucker

Mit einem Rauten-Trio geschmückt verbreitet der Thymian-Pflanzkasten mediterranes Ambiente. Das geometrische Muster wurde nach dem gleichen Prinzip wie oben gestaltet. Sind die Kiesmotive über Nacht getrocknet, können die Gefäße bepflanzt werden.