Christrosen sind etwas ganz Besonderes. Denn wenn sich die großen, strahlend weißen Blüten in diesen Tagen öffnen, erscheint uns das wie ein kleines Wunder. In Bauerngärten gedeihen in den Beeten vor allem Exemplare der Wildart Hellebrous niger, die in den meisten Regionen ab Januar ihre Knospen öffnen, oder die altbewährte Sorte ‘Praecox’. Diese blüht bereits ab November.

Die Christrosensorten ‘HGC Joel’ blüht von November bis Februar. Sie wird 30 Zentimeter hoch.

Die neue Sortenvielfalt schenkt uns Blüten von November bis April

In den Gärtnereien könnt ihr jedoch zunehmend ein größeres Sortiment an Christrosen finden. Diese vegetativ vermehrten Sorten wie ‘HGC Joel’ sind ausgesprochen reichblühend. Eine Besonderheit ist ‘HGC Snow Frills’ mit gefüllten Blüten. Je nach Sorte liegt die Blütezeit zwischen November und April. So könnt ihr mit mehreren Exemplaren im Garten die blütenarme Zeit gut überbrücken. Wahrscheinlich möchtet ihr die Christrosen jedoch in der Advents- und Weihnachtszeit kaufen, um damit, in Töpfe oder Körbe gesetzt, die Terrasse oder den Balkon zu schmücken. Schön lassen sich die Stauden mit anderen Pflanzen in einem größeren Gefäß kombinieren, zum Beispiel mit Scheinbeere (Gaultheria) und kleinen Koniferen. Vergesst nicht in dieser Zeit die Pflanzen ab und an ein wenig zu gießen, vor allem dann, wenn sie überdacht stehen.

Zu den schönsten Sorten im neuen Sortiment zählt ‘HGC Snow Frills’ mit gefüllten Blüten.

Am richtigen Standort sind die Stauden sehr langlebig

Nach der Blüte im zeitigen Frühling könnt ihr die Christrosen dauerhaft ins Beet pflanzen. Dort bereiten sie euch viele weitere Jahre Freude, wenn die Standortbedingungen stimmen. Optimal ist ein halbschattiger bis schattiger Platz unter Laubgehölzen. Als Tiefwurzler benötigen zudem einen tiefgründigen, durchlässigen und humosen Boden. Am besten arbeitet ihr beim Setzen Kompost in die Erde ein. Auch kalkhaltige Zuschläge wie zerkleinerte Eierschalen fördern das Wohlbefinden der Pflanzen. Gedüngt wird zweimal im Jahr, beispielsweise mit Hornspänen. Die erste Gabe verteilt ihr im Februar oder März, da die Christrosen dann ihre neuen Blätter ausbilden. Im Juli oder August steht der nächste Düngegang an, denn die Stauden benötigen dann ausreichend Nährstoffe für die Ausbildung ihrer Blütenknospen, die sich in den folgenden Winterwochen öffnen werden.

Eine große Auswahl an Christrosensorten findet ihr unter anderem in der Gärtnerei Peters.