"Wohl kein Kraut der Erden ist so wirksam zur Reinigung von Magen, Gedärmen und Blut wie der Bärlauch“, schrieb der Schweizer Kräuterpfarrer Johann Künzle in seinem Kräuterbuch. Das großartige Liliengewächs, das im Frühjahr hauptsächlich Auen- und Buchenwälder in feinwürzige Knoblauchwolken hüllt, erscheint genau zur rechten Zeit, und ist einer der besten und hilfreichsten Partner einer Frühjahrskur. Allein die Liste seiner Inhaltstoffe ist beachtlich: Ätherische Öle mit Schwefelverbindungen, Flavonoide, Senfölglycoside, Mineralstoffe und Spurenelemente wie Eisen, Kalium, Calcium, Schwefel, Magnesium, Mangan, Selen, und Phosphor. Außerdem reichlich Vitamin C, B1, B2 und eine Reihe weiterer Stoffe.

Damit verfügt Bärlauch über ein umfassendes Wirkungsspektrum: Er senkt erhöhte Cholesterinwerte, wirkt krampflösend und entzündungshemmend, regt die Verdauungsäfte an, unterstützt die Darmsanierung, beispielsweise nach einer Antibiotika-Behandlung, und ist wie geschaffen für eine entschlackende Frühjahrskur. Geerntet werden die Blätter (Achtung: Verwechslungsgefahr mit Maiglöckchen, Aronstab und Herbstzeitlose), Knospen und Samen. Bärlauch verbindet Gesundheit mit kulinarischem Genuss: Frisch aufs Brot, als Pesto, im Salat, als Suppe, Soße, in Omeletts oder im Kräuterquark schmeckt er einfach köstlich.